Warum unterstützen wir die Idee einer Durchfahrung des Riemer Parks nicht?

 

  1. Wir haben seit der BuGa 2005 den drittgrößten Park Münchens und jeder genießt es, schnell dort zu sein!
  2. Messestadt, Kirchtrudering und das nördliche Trudering werden mit dem Park vereinigt, das ist das Konzept des Parks. Mit einer Trasse würde das irreversibel umgekehrt und die Stadtteile partiell wieder getrennt.
  3. Mit einer Umfahrung wird laut allen Sachgutachten deutlich MEHR Verkehr in Kirchtrudering entstehen.
  4. Laut allen Sachgutachten bringt eine Durchfahrung nur kleinräumige Entlastungen im Bereich Am Mitterfeld und Emplstraße. Als einzig sinnvolle Lösung für Trudering wird von den Verkehrsexperten des Planungsreferates der Stadt München die Verkehrsberuhigung des Ortszentrums Trudering angesehen, ohne eine Durchfahrung.
  5. Insgesamt werden mit einer neuen Trasse, vor allem Trasse 1, deutlich mehr Anwohner als vorher durch Lärm und Abgase betroffen sein, nämlich diejenigen, welche in den Bauabschnitten 4 und 5 wohnen werden. Die Belastung Am Mitterfeld bewegt sich im Verhältnis zur Straßengröße im Rahmen des Münchner Durchschnitts
  6. Die Kosten für Trasse 3 würden immens sein: Grundstückserwerb, Baukosten, Lärmschutz, Flächenverlust, Rückbau des Parks. Lärmschutz ist teuer und die Politiker verweisen bereits darauf, dass es keine Luxuswünsche geben darf. Zu den Kosten kommt die Entwertung der Grundstücke, welche nahe der Trasse liegen.
  7. Es gibt bereits eine nicht ausgelastete Nord-Süd-Verbindung: Die großteils vierspurige Verbindung Schatzbogen / Hüllgraben, welche plangemäß genau die geforderte Erschließungsfunktion erfüllt.
  8. Bislang wurde die Meinung des Landschaftsarchitekten des Riemer Parks, Herrn Vexlard, noch nicht eingeholt. Herr Vexlard besitzt ein Urheberrecht auf den Park, Trasse 3 scheint damit unwahrscheinlich.
  9. Solch ein Projekt macht nur Sinn, wenn bei den gegebenen ökologischen und ökonomischen Prämissen die Vorteile klar die Nachteile überwiegen. Kann sich jemand den Verkehrslärm einer Straße mit 15.000 Autos in den Park (Westwind) oder den Blick auf eine hohe Lärmschutzmauer vom weitläufigen Park aus wirklich vorstellen?
  10. Die Trassenführung macht so wenig Sinn, die Verbindungsstrecke ist nicht wirklich logisch. Logisch wird sie nur im Hinblick auf die Verlängerung der Friedenspromenade nach Süden zur Ständlerstraße und damit einer größeren Durchfahrungsidee unseres Bezirks, die kaum einer gut heißen kann.