Die Beschlussvorlage ist öffentlich!

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Stellungnahme des Planungsreferates zu den Beschlüssen des Bezirksausschusses und der Bürgerversammlung des BA15
Hier nimmt das Planungsreferat ausführlich Stellung zu den Beschlüssen der Bürgerversammlung 2013 GEGEN die Umfahrung. Es wird u.a. bestätigt, dass der Schatzbogen zusätzliche Kapazitäten aufnehmen kann.
pdf_Hinweis_Ergaen_blatt_BV_Empf_1955bis
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Anfrage BI KUK an Verwaltung zur Beschlu
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Die Beschlussvorlage des Planungsreferats München zur Umfahrung Kirchtruderings vom 18.10.2013 ergibt mangels Vollständigkeit leider kein klares Bild: Eine Entscheidung pro oder kontra Durchfahrung kann damit nicht getroffen werden, es fehlen zu viele entscheidungsrelevante Informationen.

 

Trotzdem soll der Stadtrat München schon am 15. Januar 2014 zu einer Entscheidung pro oder kontra der Durchfahrung kommen.

 

Die Bürgerinitiative Keine Umfahrung Kirchtrudering möchte Stellung beziehen zur oben genannten Beschlussvorlage.

 

Am 12.5.2011 lag die erste vorläufige Beschlussvorlage zur Umfahrung Kirchtruderings vor, in der zum Ausdruck gebracht wurde, dass eine Umfahrung Kirchtruderings wenig Vorteile, aber viele Nachteile bringe und in der als kleinstmögliches Übel die Trasse 1 beschrieben wurde. Am 2.5.2012 wurde das Planungsreferat vom Stadtrat beauftragt, gemeinsam mit der MRG (der München Riem GmbH) vertiefende Untersuchungen zur Umfahrung anzustellen und diese der Nullvariante= keine Umfahrung gegenüber zu stellen. Es wurden 2 Trassen mit 2 Untervarianten untersucht, die Trasse 1a und b sowie Trassen 3a und b. In der nun auf den Gutachten beruhenden Beschlussvorlage blieb Trasse 1a favorisiert, von Trasse 3a und b wurde eindeutig abgeraten.

 

Was nun aber komplett fehlt, ist eine Gegenüberstellung der beiden sehr breiten Straßenführungen Durchfahrung Park oder Durchfahrung Ort mit dem geforderten Prognosenullfall, also mit der zu erwartenden Verkehrsbelastung ohne zusätzliche Straßen, bzw. mit der sowieso notwendigen Erschließungsstraße des Bauabschnittes 5.

 

 

Quelle: Google Maps

 

Viele entscheidungsrelevante Themen wurden in der o.g. Beschlussvorlage, tw. im Gegensatz zur Beschlussvorlage von 2011, leider nicht weiter untersucht bzw. nicht dargestellt: Der Bauabschnitt 5 wird auch in der Nullvariante, also ohne Umfahrung, mit einer normalen durchgängigen Erschließungsstraße für die Häuser der Neubürger geplant und realisiert werden müssen. In welchem Ausmaß eine solche Erschließungsstraße einen Teil des Verkehrs aufnehmen und somit bestehende Straßen entlasten würde, wurde entgegen dem Stadtratsauftrag ebenfalls nicht untersucht.

 

Nicht hinreichend untersucht und dargestellt wurde auch die Art der Bauten, welche an der neuen Durchfahrung 1a notwendig wären, um einen ausreichenden Lärmschutz für die darin lebenden ca. 1.500 Neubürger von Kirchtrudering zu bieten. Der Lärmpegel am Mitterfeld soll laut Gutachten mit der Durchfahrung Trasse 1a nur um 1-2db sinken, was von den Fachgremien die als „subjektiv kaum wahrnehmbar“ beschrieben wurde.

 

Es entsteht also keine Entlastung für die Anwohner am Mitterfeld. Im Gegenteil, es werden sich neue Rückstaue Richtung Norden vor dem Friedhof bilden, wenn die Kfz vom Mitterfeld in die bevorrechtigte neue Straße einmünden wollen. Die Nullvariante = Keine Umfahrung, wurde im Gutachten kurz angeschnitten, aber nicht abschließend im Vergleich zur Trasse 1a oder 3 bewertet. Bei der Nullvariante wird mit 450 Anwohnern nur ein Bruchteil an Anwohnern im Vergleich zu T1a mit 1.500 Anwohnern belastet. Diese 450 Anwohner Am Mitterfeld wohnen großteils in einer aktiven Lärmschutzbebauung.

 

Schatzbogen und Hüllgraben als Nord-Süd gerichtete Hauptverkehrsstraße nach Verkehrs-Entwicklungs-Plan (VEP), welche durch Verkehrsleitung und Beschleunigungsmaßnahmen noch signifikant und für jeden sichtbar Kapazitäten aufnehmen können, wurden im Gutachten in einem Satz abgehandelt: „kann noch zusätzliche Verkehre aufnehmen“.

 

Das Aktive Zentrum Trudering (AZT), welches mit einer avisierten Reduktion des Verkehrs im Ortszentrum von Trudering um -8500 KFZ/Tag durch das AZT signifikanten Einfluss auch auf Am Mitterfeld haben muss, wird leider weiter als separates Thema behandelt und damit nicht im Gutachten einbezogen.

 

ZUSAMMENGEFASST müssen wir leider feststellen, dass die Beschlussvorlage nur zwei Alternativen zur Wahl stellt, nämlich zwischen einer Parktrasse 3a/b und einer Ortstrasse 1a/b, während auf die dritte Alternative einer Nullvariante ohne Durchfahrung mit Verkehrs-verlagerung auf die bestehenden Hauptstraßen nicht hinreichend eingegangen wird. Dem Stadtrat werden somit nicht alle drei Alternativen umfassend vorgestellt. Eine solide Entscheidungsgrundlage ist daher nicht gegeben, eine Entscheidung des Stadtrats würde erfolgen, ohne den Sachverhalt ausreichend zu kennen, die Entscheidung pro Umfahrung wäre aber kaum mehr umkehrbar.

Ergebnisse der Bürgerversammlung Trudering-Riem am 10. Oktober 2013

Das Truderinger Kulturzentum platzte aus allen Nähten, viele fanden keinen Sitzplatz mehr.

 

Die Abstimmung ging bei anwesenden rund 400 Bürgern während der Abstimmung mit 2/3 zu 1/3 gegen die Umfahrung aus. Etwa 260-270 Bürger stimmten gegen die Umfahrung und nur rund 130-140 der Anwesenden dafür. Es ist nicht nötig gewesen die Stimmen zu zählen weil die Mehrheit deutlich sichtbar war. Diese Zahlen entsprechen einer Schätzung einiger anwesender Politiker.

 

Zusammen mit der ebenso klaren Entscheidung gegen die Umfahrung in der Bürgerversammlung 2011 ist das nun ein sehr überzeugendes Votum gut informierter Bürger.

 

Der Stadtrat muss über dieses Projekt noch entscheiden. Wir werden also weiterhin jede Entwicklung verfolgen und über unsere Webseite informieren. 

Bürgerversammlung 2013: Sie haben das Wort!

 

Wenn Sie als Anwohner Truderings oder Riems gegen dieses unnötige und schädliche Projekt sind, nehmen Sie an der nächsten Bürgerversammlung teil! 

 

Gestalten Sie die Zukunft: Jede Stimme zählt!

 

Bringen sie Ihren Ausweis oder Pass mit! Es dürfen nur Deutsche und EU-Bürger abstimmen, die in Trudering, der Messestadt oder Riem wohnen.

 

Hintergrundinformationen:

 

In den letzten Monaten hat die Bürgerinitiative (BI KUK) jede Entwicklung über das Thema Umfahrung Kirchtrudering wie immer engmaschig verfolgt.

 

Die MRG (Maßnahmeträger München-Riem GmbH) hat auf Veranlassung des Stadtrates mehrere vertiefende Untersuchungen über Nutzen oder Schaden der Umfahrung in Auftrag gegeben. Auf der Basis dieser Untersuchungen werden derzeit in der Stadtverwaltung Beschlußvorlagen für den Stadtrat erarbeitet. Über die Ergebnisse dieser Studien ist bislang noch nichts bekannt.

 

Seit April wurde von verschiedenen Seiten wiederholt angekündigt, dass der Stadtrat bald eine Entscheidung fällen würde. Bislang ist das Thema aber noch nicht Gegenstand einer Stadtratssitzung gewesen.

 

Daher können wir mit Sicherheit damit rechnen, dass die Umfahrung Kirchtrudering das zentrale Thema der kommenden Bürgerversammlung sein wird. Auch die Befürworter des Straßenbaus werden hier versuchen, ihren Antrag beschließen zu lassen.

 

Die Bürger von Trudering und Riem haben wieder die Möglichkeit mit ihrem Votum in der Bürgerversammlung Einfluss auf die Entscheidungsträger auszuüben.

 

Kommen Sie am 10. Oktober ins Kulturzentrum Trudering: Ihre Stimme ist wichtig! Jeder beschlossene Antrag muß von der Stadtverwaltung inhaltlich bearbeitet werden und fließt dann direkt in die Beschlußvorlage für den Stadtrat ein.

Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit.

 

Wir wollen, daß das Projekt „Umfahrung Kirchtrudering“ endlich gestoppt wird und, daß für die Verkehrssituation am Mitterfeld eine bessere und verträglichere Lösung umgesetzt wird. Nämlich genau die, welche die Verkehrexperten aus dem Planungsreferat schon mehrmals vorgeschlagen haben: - die Verkehrsberuhigung des Truderingers Ortskerns; - eine Umleitung des Verkehrs über die Straßen Schatzbogen und am Hüllgraben.

 

Erste Schritte in diese Richtung sind bereits erfolgt: der Ost-West „Schleich“-verkehr parallel zur Wasserburger Landstraße quer durch den Straßtruderinger Ortskern wird bereits an der neugestalteten Baumkirchnerstraße in Berg-am-Laim abgehalten. Weitere Schritte zur Verkehrsberuhigung werden folgen.

 

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zur nächsten Bürgerversammlung haben, bitte schreiben Sie uns an: info@umfahrung-kirchtrudering.info

TruRieRad 2013 am 28. April 2013

UMFAHRUNG: unnötig für Kirchtrudering, schlecht für die Messestadt!
UMFAHRUNG: unnötig für Kirchtrudering, schlecht für die Messestadt!

Gelebte Integration: 16 km Strecke und 24 verschiedene Stationen im Fahrradparcour durch den Riemer Park.

 

Mehr als 700 Besucher und 427 aktive, teilnehmende Kinder - Das war TruRieRad 2013, veranstaltet vom bayerischen Institut für Migration BIM und vielen vielen Helfern und Helferinnen.

 

Auch wir von der Bürgerinitiative gegen die Umfahrung Kirchtrudering durften uns aktiv beteiligen. Es ergaben sich sehr konstruktive Gespräche und viele Kinder und Erwachsene haben den Park in all seinen Facetten und seiner Weitläufigkeit erstmals buchstäblich „erfahren“ können. Wir danken den Organisatoren für ihr Engagement und hoffen sehr, dass auch in Zukunft solche interkulturellen Familienveranstaltungen in einem unversehrten Park stattfinden können.

Antrag der Grünen für die Sitzung des BA Trudering-Riem am 21. März 2013

 

Es folgen einige Zitate:

 

"Das Sozialreferat zeichnet in der Stadtratsvorlage für den 5. März 2013 ein düsteres Bild vom aktuellen Zustand in der Messestadt."

 

"Auch wenn der BA15 und ein Großteil der Bewohner diese drastischen Einschätzungen nicht teilen können, so bleibt

a) ein erhöhter Handlungsbedarf und 

b) ein abschreckendes Bild für Investoren und künftige Bewohner."

 

".Die letzten beiden Bauabschnitte innerhalb des Siedlungsprojekts Messestadt Riem bieten in den nächsten Jahren hervorragende Möglichkeiten, insbesonders strukturelle Defizite zu beheben."

 

"Wenn diese Chance genutzt werden soll, müssen alle dafür verantwortlichen städtischen Referate schnellstmöglich die Initiative ergreifen und referatsübergreifend zusammenarbeitenbevor ein größerer Teil von Mittelstandsfamilien abwandert und sich dadurch die Situation vor Ort verschärft."

 

Wir sagen dazu: die Umfahrung passt weder in noch an die Messestadt. Dieses Projekt wird hinter dem Rücken der zukünftigen Bewohner vorangetrieben. Das ist gefährlich für die soziale Entwicklung des gesamten Viertels.

 

Der 4. und der 5. Bauabschnitt müssen sehr umsichtig gestaltet werden, um für gut integrierte Menschen attraktiv zu sein. Nur so kann die soziale Struktur der Messestadt davon profitieren.

 

Für die Entlastung des Mitterfelds gibt es bessere Lösungen!

 

Die Fraktion der Grünen ist gegen die Umfahrung Kirchtrudering.

 

Wir möchten noch darauf hinweisen, dass wir parteienneutral sindGerne stehen wir auch auf Veranstaltungen anderer Parteien oder Kandidaten für eine Diskussion zur Verfügung.

 

 

Die Messestadt kann keine Umfahrung Vertragen!

Bauarbeiten am 4. Bauabschnitt in der Messestadt
Bauarbeiten am 4. Bauabschnitt in der Messestadt

 

In den letzten Tagen haben die Süddeutsche Zeitung, der Münchner Merkur und die Abendzeitung von einer Studie der Stadt München über die Messestadt Riem berichtet.

 

Es wird von einer Ghettoisierung dieses Viertels gewarnt: "Ändere sich die Struktur nicht, warnt die Studie vor einer Abwanderung derjenigen, die es sich leisten können."

 

Auch Sozialreferentin Brigitte Meier (SPD) meldete sich zu Wort: „wir müssen sehr aufpassen, dass dieses Viertel nicht kippt“ Die Stadt München hat viele Ressourcen in den neuen Stadtteil Messestadt Riem investiert. Es soll ein Quartier am Park sein, mit hoher Lebensqualität, sehr kinderfreundlich, mit einer ausgewogenen Bevölkerungsstruktur im Münchener Mix.

 

Die Stadt hat sehr wohl erkannt, dass der hohe Anteil an geförderten Wohnungen in der Messestadt den angestrebten "Münchener Mix" zu kippen droht. Im 4. Bauabschnitt soll daher ein neues Quartier entstehen mit hochwertigem, grünem und familiengerechtem Wohnraum. Dadurch stemmt sich die Stadt aktiv gegen die Abwertung des Viertels. In den kommenden Jahren wird der 5. Bauabschnitt, die sogenannte Arrondierung Kirchtrudering als letzter Baustein dieses neuen Stadtteils gebaut werden. Der Park ist hier als integraler Bestandteil der Stadtplaung zu verstehen.

 

In einem Vorstoß verschiedener Lokalpolitiker wird nun eine Nord-Süd Verbindungs-Straße angedacht, deren Trasse, geeignet für 15.000 Kfz pro Tag, entweder durch den Park direkt am 4. Bauabschnitt entlang, oder quer durch den 5. Bauabschnitt der Messestadt geführt werden soll. Diese sog. Umfahrung Kirchtrudering würde den Wohnwert dieser Quartiere massiv mindern, das belegen auch offizielle Verkehrsstudien des Plaungsreferates. Dies geht zwingend einher mit negativen Auswirkungen auf die soziale Struktur der gesamten Messestadt.

 

Das neue Viertel im 4. und 5. Bauabschnitt ist darauf angewiesen, dass es gut integrierte und engagierte Menschen anziehen kann. Diese anspruchsvolle Klientel wird sich umorientieren, falls die Umfahrung kommt. Diese Mieter – und Käuferschicht kann es sich nämlich auch leisten, in einem anderen Viertel zu wohnen.

 

Wir von der Bürgerinitiative ‚Keine Umfahrung Kirchtrudering’ setzen uns daher dafür ein, dass Stadt München endlich die Pläne einer Umfahrung Kirchtrudering verwerfen soll.

 

Eine Umfahrung ist nicht nur unnötig für die Verkehrsberuhigung des Mitterfelds, sondern schädlich für die gesamte Messestadt!

 

10. März 2013

Schmidsprechen 31.1.2013

Eva Raith, Sprecherin der Bürgerinitiative "Keine Umfahrung Kirchtrudering" mit Oberbürgermeisterkandidat Josef Schmid
Eva Raith, Sprecherin der Bürgerinitiative "Keine Umfahrung Kirchtrudering" mit Oberbürgermeisterkandidat Josef Schmid

Am vergangenen Donnerstag, den 31. Januar 2013, fand im Gasthof Obermaier im Rahmen der Wahlkampftour 'Schmidsprechen' von Josef Schmid (Oberbürgermeisterkandidat für München) ein Bürgerforum der CSU statt.

 

Da sich die örtliche CSU im Bezirksausschuss 15 bereits wiederholt für die Trasse drei durch den Park ausgesprochen hatte, hielten wir es als Bürgerinitiative gegen die Umfahrung für notwendig, Herrn Schmids Position als Stadtrat, Fraktionsvorsitzender der CSU, und OB- Kandidat zu diesem Thema kennen zu lernen. Gerade in Zeiten des Wahlkampfes ist es ja besonders wichtig, unseren Politikern aufzuzeigen, dass die Straße durch den Park als Thema in Trudering und der Messestadt überaus kontrovers diskutiert wird.

 

Wir waren mit einer größeren Gruppe Aktiver sehr gut in der Bürgerschaft vertreten, den Saal im Gasthof Obermeier füllten ansonsten überwiegend Kommunalpolitiker der CSU.

 

Die beiden Hauptthemen des Abends waren die Wohnungssituation in München, in Kombination mit der Nachverdichtung in den Gartenstädten und der Verkehrssituation in Trudering. In diesem Zusammenhang stellte Herr Schmid dar, er habe heute in Trudering die Gelegenheit genutzt sich davon zu überzeugen, dass eine Straße auf Trasse 3A nicht quer durch den Park, sondern nur an ihrem Rand entlang führen würde.

 

Im weiteren Verlauf des Abends konnten wir durch fünf Wortmeldungen und weitere Diskussionsbeiträge überzeugend unsere Positionen darstellen und unser Infoblatt mit Verweis auf die neue Website detailliert erläutern.

 

Da wir leider nicht wissen, welche wirklichen Motive die CSU im Münchner Osten dazu bringen, dieses höchst umstrittene Projekt einer Umfahrung verstärkt voranzutreiben, wissen wir natürlich auch nicht, ob unsere Argumente auf fruchtbaren Boden fielen. Unser Eindruck war jedoch übereinstimmend, dass wir Herrn OB Kandidaten Josef Schmid und Herrn Landtagsabgeordneten Markus Blume einige Denkanstöße mit auf den Weg geben konnten:

 

- So konnten wir beispielsweise den Irrtum widerlegen, eine Ortskernberuhigung Truderings sei nur mit einer Umfahrung zu realisieren. Diverse Verkehrsgutachten haben hier bereits übereinstimmend belegt, dass beide Verkehrsvorhaben nicht voneinander beeinflusst sind.

 

- Auch konnten wir die Sichtweise, Trasse drei würde nur eine Randlage des Parks betreffen, eindrucksvoll entkräften, indem wir Herrn Schmid die Konzeption des Parks und die Auswirkungen einer Straße auf das soziale und wirtschaftliche Miteinander Truderings und der Messestadt darlegten.

 

In Summe war es also eine gelungene Veranstaltung und wir danken ausdrücklich Herrn Schmid für seine Zeit und den Aufwand, den er unternimmt, um zu erfahren was die Bürger in den verschiedenen Stadtteilen umtreibt und bewegt.

 

Zuletzt möchten wir noch darauf hinweisen, dass wir parteienneutral sind. Gerne stehen wir auch auf Veranstaltungen anderer Parteien oder Kandidaten für eine Diskussion zur Verfügung.

 

München, 31.1.2013, Eva Raith

 

Eine Unterstützterin der Bürgerinitiative mit CSU-Landtagsabgeordneten Markus Blume und CSU-Stadtrat und Mitglied des Bezirksauschusses 15 Herrn Dr. Georg Kronawitter
Eine Unterstützterin der Bürgerinitiative mit CSU-Landtagsabgeordneten Markus Blume und CSU-Stadtrat und Mitglied des Bezirksauschusses 15 Herrn Dr. Georg Kronawitter

Beschluss über Aktives Ortsteilzentrum Trudering

Im Rahmen des Programmes "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung am 30. Januar 2013 die Sanierung des Quartierzentruns Trudering einstimmig beschlossen (Beschlussvorlage Nr. 08-14/V 10777).

 

Die Verkehrsberuhigung des Zentrums Truderings ist fester Bestandteil dieses Konzeptes.

 

Zitiert von Seite 3 und 4 der Beschlussvorlage "Aktive Stadt - und Ortsteilzentren" im Stadtteil Trudering :

 

"Eine Verkehrsentlastung und die damit verbundene Verkehrsberuhigung der Truderinger Straße mit Verlagerung bzw. Bündelung des Durchgangsverkehrs auf das gemäß Verkehrsentwicklungsplan für den Münchner Osten leistungsfähige Hauptstraßennetz, die B 304 (Kreillerstraße / Wasserburger Landstraße), die Bundesautobahn A 94 und den Schatzbogen, stellen die Umsetzung einer der verkehrlichen Ziele der Landeshauptstadt München dar."


 

"Im Rahmen der verkehrlichen Untersuchungen zur Umfahrung Kirchtrudering wurde die Verkehrsberuhigung in der Truderinger Straße als Planfall IV Aktive Stadtund Ortsteilzentren betrachtet. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass eine mögliche 
Umfahrung Kirchtrudering, unabhängig von der konkreten Trassenführung, 
kaum 
positive Entlastungseffekte für Straßtrudering bedingt. Umgekehrt
 
stellt die Umfahrung keine Voraussetzung für die Verkehrsberuhigung in der Truderinger Straße 
dar.


Insgesamt besteht zwischen der Verkehrsberuhigung in der Truderinger Straße und der Umfahrung Kirchtrudering keine verkehrlicheAbhängigkeit."



Die Hallo - Wochenzeitung vom 7. Februar 2013 hat darüber berichtet:

 

"Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung hat jetzt das Sanierungsgebiet‚ Quartierszentrum Trudering‘ festgelegt. Mit dem einstimmigen Beschluss dieser förmlichen Festsetzung soll das Sanierungsgebiet im Förderprogramm ‚Aktive Stadt- und Ortsteilzentren‘ eine bestmögliche Aufwertung erhalten. ... Wesentliche Ziele sind die Reduzierung des Durchgangsverkehrs bei gleichzeitiger Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Teilbereich der Truderinger Straße vom Bahnhof Trudering bis zur Einmündung des Schmuckerwegs."

 

Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung! Der Ortskern Truderings soll saniert, aufgewertet und verkehrsberuhigt werden. Die Verkehrsberuhigung Am Mitterfeld soll zusätzlich dazu beitragen. Wie die Beschlussvorlage sagt, soll diese Entlastung über bereits bestehende nicht ausgelastete Straßen, wie den Schatzbogen, führen.

 

Wir möchten hier noch mal betonen, dass eine Umfahrung Kirchtrudering nicht notwendig ist!

Bürgerversammlung Trudering-Riem 2012

Die Bürgerinitiative könnte während der Bürgerversammlung des 15. Stadtbezirkes Trudering Riem am 27.09.2012 zwei Erfolge verzeichnen!

 

Der Antrag Nr. 08-14 / E 01486 zur Nutzung bestehender Straßen verbessern - Schatzbogen besser an die Wasserburger Landstraße anbinden und Verkehrsfluss optimieren wurde einstimmig zugestimmt.

Der Antrag Nr. 08- 14 / V 01487 zur Verkehrsberuhigung StraßTruderings, Tempo 30 auf dem Mitterfeld, LKW  Durchfahrts-Verbot in allen Richtungen wurde mehrheitlich zugestimmt.

 

Der Kreisverwaltungsreferat hat inzwischen auf den Antrag 08-14 / E 01486 so geantwortet:

 

"An der Lichtzeichenanlage Am Mitterfeld / Kirchtruderinger Str. wird beispielsweise während der Morgen- und Abendspitze nur noch die Qualitätsstufe D nach HBS (Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen) erreicht. Das bedeutet: „Im Kraftfahrzeugverkehr ist ständiger Reststau vorhanden. Die Wartezeiten für alle Verkehrsteilnehmer sind beträchtlich. Der Verkehrszustand ist noch stabil.“

 

Für den Durchgangsverkehr kann die Strecke Schmuckerweg / Am Mitterfeld deshalb gar nicht mehr so attraktiv sein. So befahren an einem normalen Werktag 13000 Kfz je 24 Stunden den Abschnitt Am Mitterfeld. Auf dem Schatzbogen hingegen bewegen sich 24000 Kfz je 24 Stunden.

 

Wir gehen davon aus, dass die Optimierung des Streckenabschnittes Schatzbogen zu mehr Attraktivität führt, bitten aber bis zur Umsetzung noch um etwas Geduld."

Bürgerversammlung Trudering-Riem 2011

Die Bürgerversammlung des Stadtbezirks 15 Trudering/Riem hat sich am 6. Oktober 2011 mit klarer Mehrheit dafür ausgesprochen, keinen Beschluss zu einer Umfahrung zu fassen, bis die bereits beschlossenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Strasstrudering und Am Mitterfeld greifen und alle offenen Fragen geklärt sind.

Folgende offene Fragen wurden gestellt:

  • Die geplante Umfahrung wird durch Wohngebiete führen. Wie viele Einwohner würden durch die Umfahrung von Lärm- und Abgas- bzw. Feinstaubbelastung entlastet und wie viele Einwohner einschließlich 4. und 5. Bauabschnitt werden durch die Umfahrung damit belastet werden?
  • Nach dem Entwurf des Referates für Stadtplanung und Bauordnung vom 12. Mai 2011 wird durch eine Umfahrung trassenunabhängig eine sofortige Verkehrs-Mehrbelastung von Kirchtrudering von ca. 33 % hervorgerufen. Wenn keine Umfahrung gebaut wird, wird eine Verkehrs-Mehrbelastung von ca. 11% bis 2025 zu erwarten sein. Kirchtrudering wird durch eine Umfahrung also nicht vom Verkehr entlastet.
  • Für den Bau einer Umfahrung von Kirchtrudering fallen sicherlich hohe Bau- und Unterhaltungskosten an. Zusätzlich entstehen Kosten für den Rückbau des Parkes sowie Fußgänger- und Radfahrerbrücken oder Ähnliches, die einen sicheren Zugang der Kirchtruderinger zum Park gewährleisten. Außerdem werden die Grundstücke, die an der Umfahrung liegen, erheblich an Wert verlieren. Wie hoch werden diese Kosten pro Trassenvariante veranschlagt?
  • Es besteht bereits eine Umfahrungsmöglichkeit über den Schatzbogen und den Hüllgraben. Diese Strecke ist bei weitem nicht ausgelastet und führt nicht durch Wohngebiete. Obwohl als solche konzipiert, ist sie nicht als Umfahrung ausgeschildert. Warum kann dem Durchgangsverkehr nicht zugemutet werden, die bestehende Umfahrung Schatzbogen/Hüllgraben zu benutzen? Es wäre wesentlich kostengünstiger und würde Kirchtrudering tatsächlich entlasten. 
Antwort des Planungsreferat zum Schatzbogen
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  • Die Verkehrsgutachten des Planungsreferates prognostizieren eine Erhöhung des Verkehrsaufkommens in Folge einer Umfahrung für die Friedenspromenade. Diese ist bereits durch das neue Gymnasium belastet. Wie hoch ist die Belastung mit Umfahrung und neuem Gymnasium insgesamt?
  • Ist der rechtskräftige Bebauungsplan des BA4 der Messestadt unter Berücksichtigung einer Umfahrung im Südwesten geplant worden, oder bedarf es einer Neuplanung mit Lärmschutzriegeln um Eindringen von Lärm und Feinstaub tief in den BA4 hinein zu verhindern?
Antwort des Planungsreferat zum 4. Bauabschnitt
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