Eine ganz normale Straße: das Mitterfeld

Wir bestreiten nicht, dass das Mitterfeld während der Spitzenstunden des Berufsverkehr stark befahren ist und daß diese Situation für alle Anwohner sehr belastend ist. Wir möchten aber auch darüber informieren, dass diese Straße zu allen anderen Zeiten nicht überlastet ist: Siehe Antwortschreiben des Oberbürgermeisters von Februar 2012.

 

Auch wenn diese Straße mit 15.000 KfZ/Tag nicht ausgelastet ist, wünschen wir uns eine Verkehrsberuhigung. Diese ist nur sinnvoll zu erreichen durch die  verkehrliche Neuordnung, die der Plan Aktive Zentren Trudering mit sich bringen wird plus weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen (Tempo 30). Eine weniger leistungsfähige Kreuzung beim Wirtshaus Obermaier in Straßtrudering entlastet auch das Mitterfeld.

 

Wir von der Bürgerinitiative Keine Umfahrung Kirchtrudering bestehen auf einer sachlichen Argumentation in unserem Engagement gegen dieses schädliche Projekt.

 

Daher basieren unsere Thesen auf den offiziellen Dokumenten der Stadtverwaltung. Ausführliche Informationen darüber finden Sie auf unserer Webseite.

 

Bildern, die eine permanent unerträgliche Verkehrssituation der Straße am Mitterfeld suggerieren, stellen wir die tatsächliche Situation gegenüber:

Verkehrssituation vor 20 Jahren: NACH Flughafen, aber VOR Messestadt
Auch vor 20 Jahren fuhren täglich 15.000 Kfz durchs Mitterfeld. Ebensoviele sind es heute, nur waren es damals ca. 26.ooo Bewohner weniger. Die zwangsläufige Rechnung: Bevölkerungswachsum = mehr Verkehr, greift zu kurz.
Artikel von 1994 Gegen Sperrung des Mitt
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Auf eine diesbezügliche Anfrage an den Oberbürgermeister, ob die Straße am Mitterfeld mit ca. 15.000 Kfz am Tag überdurchschnittlich belastet sei, erhielten wir im Februar 2012 vom Oberbürgermeister folgende Antwort (Az.: D-II-V2 O 6312-27-0005):

 

„Die Straße Am Mitterfeld entspricht (...) einer Straße (...) des Tertiärnetzes mit überwiegender Sammel- und Verbindungsfunktion, welche (...) von bis zu 20.000 Kfz am Tag aufnehmen kann. Die Bebauungsformen entlang dieser Straßen sind geprägt von gemischten gewerblichen Nutzungen und Wohnnutzung (...) Somit unterscheidet sich die Straße Am Mitterfeld nicht von einer Vielzahl anderer Münchner Straßen und liegt mit ihrer Auslastung derzeit nicht über der vergleichbarer Straßen.“

 

Also: die Straße Am Mitterfeld ist nicht stärker befahren als viele anderen gleichwertigen Straßen in München.

 

Von einem täglichen Verkehrsinfarkt kann daher keine Rede sein. 

 

Am Mitterfeld wird gerade deshalb oft gefährlich schnell gefahren, weil man so gut duchkommt.

Wie in der Stellungnahme der Verwaltung ersichtlich, zeigt sich, dass entlang der Straße am Mitterfeld großteils Gewerbe angesiedelt sind (Discounter, Steinmetze, Baumaschinenhandel). Die seit dem Jahr 2000 explizit als Lärmschutzriegel für Kirchtrudering errichtete Wohnbebauung weist baulicherseits erhöhten Schallschutz auf.

 

Eine Umfahrung würde wenige Anwohner des Mitterfeld nur wenig entlasten. Dafür würden viel mehr Menschen in der Messestadt und in Kirchtrudering belastet werden, über die vernichtenden Folgen für den Park ganz zu schweigen.

 

Das ist die Analyse des Planungsreferats. die Stadtverwaltung hat schon bessere, kostengünstigere Alternative vorgeschlagen: Wir zitieren wieder aus dem Anwortschreiben von OB Ude: „Eine zusätzliche Entlastung und Verkehrsberuhigung der Straße Am Mitterfeld durch weitere Ausschilderung und Verkehrsführung lässt sich ohne die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung des Ortskerns von Straßtrudering nur schwer erreichen. Diese Maßnahmen sehen einen Umbau der Truderinger Straße einschließlich der angrenzenden Knotenpunkte (...) vor. Nur dadurch kann das heutige Durchgangsverkehrsaufkommen auf der Truderinger Straße auf das vorgesehene (...) Hauptverkehrsstraßennetz, wie z.B. den Schatzbogen wirksam verlagert werden.