Was wird diese Strasse für die Friedenspromenade mittel- und langfristig bringen?

 

Ein paar Fragen und ihre Antworten:

 

Die Vorsitzende des Bezirksausschusses 15 Frau Dr. Hentschel brachte es auf den Punkt: die Umfahrung hätte sie gerne "Entlastungsstraße fürs Mitterfeld" genannt. Sie wolle „nicht Umfahrung Kirchtrudering sagen, das klingt immer gleich nach einer Autobahn“ (SZ vom 13. Januar 2013, Seite R8).

Quelle: © LHM, Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Quelle: © LHM, Referat für Stadtplanung und Bauordnung

Was heißt das für die Friedenspromenade?

 

Geplant ist hier keine Entlastung für Trudering, schon gar nicht für die Friedenspromenade. Vielmehr dient diese Straßenverbindung überwiegend dem Nord/Südverkehr durch Trudering hindurch!

 

Sollte die Umfahrung realisiert werden, egal auf welcher Trasse sie verliefe, ihr Endpunkt im Süden ist immer die Kreuzung Wasserburger Landstraße/Schwablhof Straße/Friedenspromenade, mit "A" auf der Karte hier unten gekennzeichnet.

 

Die logische Fortsetzung dieser Verbindung von der Autobahn nach Süden ist also die Friedenspromenade:

 

Man muss kein Prophet sein, um sich vorzustellen, dass ein guter Teil der für die sogenannte Umfahrung prognostizierten 15.000 PKW auch nach Süden fahren werden.

 

Tausende PKW am Tag landen dann auf einer Friedenspromenade 

 

  • deren Kapazität bereits jetzt erschöpft ist.
  • an der das neue Truderinger Gymnasium liegen wird mit künftig einigen hunderten Schülern.
  • in der schwer belastete Anwohner vergeblich von der Stadt eine Tempo-30-Zone einfordern
  • deren Fuß– und Radwege nicht durchgängig sind
  • in der Kindergärten, Krippen, Schulen und Kirchen angesiedelt sind
  • wo es bereits tödliche Unfälle mit Fußgängern gab

  

Man sieht also, dass die Friedenspromenade nicht zur Verlängerung einer Durchfahrung in Nord/Südrichtung dienen kann.

 

Was hat es mit dem Gespenst des dritten Rings auf sich?

 

Derzeit werden einige Lokalpolitiker nicht müde, stets zu betonen, die Gefahr eines dritten Rings gebe es nicht mehr...

 

… und warum endet die Ständlerstrasse im Nichts?

… warum nur ist die Friedenspromenade so breit angelegt?

 

Verkehrsentwickler sehen hier die Möglichkeit einer Nordostverbindung, dem sogenannten 3. Ring von der Autobahn A 8 im Münchner Norden bis zum Autobahnring A 99 bei Neuperlach Süd. Damit ist eine deutliche Steigerung des Verkehrs und eine weitere Belastung der Bevölkerung im Münchner Osten vorprogrammiert.

 

Welche Streckenteile fehlen noch für diese mögliche Ringverbindung? Sehen Sie diese auf der Karte des Verkehrskonzeptes für den Münchner Osten:

 

  • Punkt 23 - Umfahrung Kirchtrudering (soll im Mai 2013 beschlossen werden) 
  • Punkt 8 - Johanneskirchner Spange: Geplant ist die sogenannte Nord-Ost-Verbindung von der Autobahnausfahrt Feldkirchen-West an der A 94 nach Nordwesten zur Kreisstraße M3 in Unterföhring. Zwischen dieser Nord-Ost-Verbindung und der Johanneskirchner Straße sieht der Entwurf des Verkehrsentwicklungsplanes die sogenannte Spange Johanneskirchen als optionale Maßnahme vor
  • Punkt 28 - Verlängerung der Ständlerstrasse durch den Truderinger Wald auf die Friedenspromenade

 

Man muss also auch hier wieder kein Prophet sein, um zu sehen, dass der dritte Ring mehr als nur ein Gespenst ist.

Die geplante Bebauung des Piederstorfer Geländes (Kiesgrube) in Perlach könnte einen erneuten Anstoß dafür geben.

Auch wenn derzeit in der jetzigen Stadtregierung kein politischer Wille erklärt wird, diese Ringstrasse bauen zu wollen – technisch möglich und denkbar ist sie!

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    MK (Freitag, 19 April 2013 09:33)

    Entlastet endlich die Friedenspromenade und macht diese komplett zur 30ger Zone. Richtet anständige Fahrrad-Wege in der Verlängerung bis zur Zehnfeldstrasse. Wie soll die Verkehrsbelastung erst werden wenn das Gymnasium eröffnet? Denkt in der Stadt jemand mal an die Einwohner an der Friedenspromenade?

  • #2

    Gerold (Freitag, 23 August 2013 04:10)

    Was ist denn so schändlich an der Verlängerung der Ständlerstr. aber durch den Truderinger Wald bis zur Ostumgehung. Eine Waldschneise ist bereits durch die bestehende Hochspannungsleitung vorhanden. Also die Hochspannung untererdig verlegt, für Mensch und Tier ein paar Grünbrücken und fertig. Keine Anwohner sind betroffen! Entlastung garantiert!

    Natürlich ist auch eine kleine Variante denkbar. Nämlich Anbindung der Ständlerstr. an die Putzbrunnerstr. schon ist die Friedenspromenade und das neue Gymnasium von einem Großteil des Straßenverkehrs und allen damit verbundenen Gefahren und Unannehmlichkeiten entlastet.

  • #3

    Gerold (Dienstag, 27 August 2013 22:29)

    Ergänzend zu meinem Beitrag: Bei der kleinen Variante ist die Weiterführung östlich des Krankenhauses Neuperlach gemeint. Also erst Verlängerung der Ständlerstraße bis zur Anbindung Friedenspromenade, dann aber den Schwenk Richtung Süden und ohne weitere Straßenquerung, Anwohnerbelästigung bis zur Putzbrunnerstraße.