Endlich war Schluss mit Lärm, Dreck, Gestank und Feinstaub,

 

als am 16. Mai 1992 der Flughafen München Riem nach 53 Jahren, über 170 Millionen beförderten Fluggästen, 900 000 Tonnen Luftfracht, 330 000 Tonnen Luftpost für immer die Pforten schloss. Die Truderinger feierten dieses Ereignis 3 Tage lang in einem extra errichteten Festzelt beim heutigen Bürgerhaus.

 

Nach weiteren 4 Jahren Nachnutzung als Partymeile mit international bekannten Clubs und Liveacts erfolgte 1996 der erste Spatenstich für die Messestadt Riem. Die Stadtplaner mussten die Interessen von sozialem und frei finanziertem Wohnungsbau unter einen Hut bringen und die Bausünden und Planungsfehler der Vergangenheit (siehe Neuperlach) vermeiden. Dieser Spagat ist im Großen und Ganzen gelungen, über 12 500 Menschen aus aller Herren Länder fanden hier einen neue Heimat.

Ein Leitmotiv bei Planung und Realisation war das Bestreben keinen Durchgangsverkehr durch das neue Stadtviertel zu generieren, Stichwort „Autofreies Wohnen“

 

Parallel zur Messestadt wurde von dem französischen Landschaftsarchitekten Gilles Vexlard der Riemer Park gestaltet und zur BUGA 2005 eröffnet. Der mehrfach preisgekrönte Park zitiert mit seiner langen Promenade den Verlauf der ehemahligen Startbahn, im Boden versenkte Leuchten erinnern an die Lichtanlagen der Landebahn.

Die Neonschrift „ABFLUG“ sowie der Flughafentower und die Tribüne mit Kopfbau sind denkmalgeschützte Originalrelikte und erinnern an die stark belastete Vergangenheit.

 

Mit dem Park soll nach dem Willen der Planer eine Verzahnung zwischen dem neuen Stadtteil Messestadt und dem über 1200 Jahre alten Trudering erreicht werden. Genau an dieser Schnittstelle soll nun eine Durchgangstraße diese Planung „ad absurdum“ führen. Laut dem Gutachten von Prof. Kurzak wird diese Durchgangstraße mit der einhergehenden Sogwirkung ca. 15 000 Kfz. zusätzlich durch unser Stadtviertel führen. Wie dies eine Entlastung der Anwohner bewirken soll, ist nicht erkennbar, führt dies doch wieder zu Lärm, Dreck, Feinstaub und Abgasen. Davon hatten wir durch den Flughafen schon genug.

 

Trasse 1 und 2 sind indiskutabel, da sind sich Gegner und Befürworter einig!

 

Die Trasse 3 (Parkvariante) wird das Urheberrecht des Landschaftsarchitekten Gilles Vexlard berühren. Dieser wurde bereits im Sommer 2012 bei einer Parkbegehung auf die Strassenpläne angesprochen und er nannte diese „eine Katastrophe“. Jahrelanger Rechtsstreit ist vorprogrammiert.

 

Das Programm „Aktive Orts- und Stadtteilzentren“ in Verbindung mit Tempo 30 / LKW-Fahrverbot auf der Friedenspromenade und Am Mitterfeld verspricht einen schnelleren, besseren und erheblich kostengünstigeren Anwohnerschutz, und hilft den Verkehr auf die bereits existierende Umfahrung Schatzbogen zu leiten.

 

Die Mobilität ist im Umbruch, die Zulassungszahlen sinken seit Jahren, Pedelecs (Elektrofahrräder) haben traumhafte Zuwachsraten, von den Automobilherstellern werden Car Sharing Modelle (z. B. BMW-Drive Now, Daimler Benz-Car2go) entwickelt und auf den Markt gebracht.

 

Frau Dr. Hentschel, Vorsitzende des Berzirksausschusses 15 (Trudering-Riem), mahnt, dass die Grenzen der Nachverdichtung erreicht seien!

Viel Grün ist im Zuge der Nachverdichtung bisher aus unserem Viertel verschwunden, um so wichtiger ist es die öffentlichen Grünflächen zu bewahren und auszubauen!

 

Setzen Sie sich ein für die Fertigstellung des Parks nach Plan 1728i, engagieren Sie sich für das Programm „Aktive Orts-und Stadtteilzentren“ mit Tempo 30 und LKW-Verbot auf der Friedenspromenade und Am Mitterfeld.

 

Machen wir Trudering - Riem beispielhaft für modernes, urbanes Wohnen!

 

Für ein „aktives Orts- und Stadtteilzentrum Trudering“ gegen die „Strasse von gestern“!

 

 

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