Hände weg von unserem Park !

       

Spaziergänger, Familien, Badeseefreunde, Rodelfans, Hundefreunde, Jogger, Radfahrer, Rollerskater und und und: Wir alle genießen den Park und freuen uns, dass wir im östlichen Stadtgebiet den größten, in ganz München den immerhin drittgrößten Park genießen dürfen. 

 

Vor allem gilt das für uns Truderinger, Messestädter, Riemer und Berg am Laimer, weit über 100.000 Einwohner, welche um den Park herum wohnen: Schönes Wetter und einfach ins Grüne, direkt in der Stadt. 

 

Der Riemer Park - oder sagen wir Ex BuGa 2005 oder gar Ex Flughafen – ist sehr weitläufig und offen gestaltet. Er ist nach historischen Vorgaben, teilweise in symmetrischen Formen konzipiert, sei es die Landebahn als zentraler Spazierweg, seien es die Tribünen, sei es die Einbettung der Messestadt, wo früher die Abfertigungshallen standen. 

 

Eine Umfahrung, vor allem die sogenannte Trasse 3, wäre im Park von weitem sicht- und hörbar: denn entweder würde ein sehr hohe Lärmschutzwand den Lärm zum Park hin abhalten. Diese wäre sehr weit, in Großteilen des Parks sichtbar. Oder es gibt keinen Lärmschutz und dann – wir haben meist Westwind – zieht der Verkehrslärm ungehindert in den Park…und in die Messestadt. 

 

Glaubt jemand an die Märchen der Politiker, dass die Trasse 3 ernsthaft tiefer gelegt in Troglage gebaut wird, was die Kosten vervielfachen wird? Im Vorfeld diskutiert man das aus werbepolitischen Gründen gerne, danach entscheidet natürlich das Budget. Wie wir wissen, erwirtschaften die öffentlichen Kassen noch lange keine Überschüsse und unsere Enkel freuen sich schon darauf, unsere Schulden zu tilgen. 

 

Die Argumente der Trassenbefürworter, die Trasse 3 betreffe nur einen kleinen vernachlässigbaren Teil des Parks, sind also FALSCH und verleugnen leider wissentlich die Wahrheit. 

 

Im südwestlichen Teil des Riemer Parks, südlich des Rappenwegs, fehlt noch ein Teil des Parks. Dieser soll im Wesentlichen dadurch an den bestehenden Park angebunden werden, in dem der Rappenweg direkt an die Bahnlinie gelegt wird. Auf einen Schlag würde der Park damit signifikant an Größe gewinnen. 

 

Hier bezeichnet als „Geplanter Landschaftspark, 3. Bauabschnitt“, in hellerem Grün gehalten:

 

Der Park ist noch nicht fertig!

Mit einer Umfahrung erreicht man leider genau das Gegenteil. Das – über Schulden zu finanzierende – Geld für die Umfahrung wäre mit Sicherheit für den Ausbau von Grünflächen besser investiert.

 

Der Park, der in West Ost Richtung verläuft ist zudem eine Luftschneise, die für eminent wichtige Luftzirkulation der Stadt München beiträgt. Viele Fahrradfahrer und Rollerskater stellen das zu Ihrem Leidwesen per Gegenwind fest. Wer dann aber einmal kurz nachdenkt, erkennt den Wert für München sofort ohne weitere wissenschaftliche Studien.

 

Wer darf den Park ändern?

 

Auch das Planungsreferat bestätigt die Probleme der Trasse durch den Park: "Die erheblichen Veränderungen des Parkentwurfs bedürfen einer urheberrechtlichen Klärung."  (Beschlussvorlage von 2. Mai 2012, Seite 20).

 

Sehen Sie hier in einem Film von RadiTV.de ein Interview mit Herrn Gilles Vexlard, dem Architekten des Parks:

Hier ein Zitat aus obigen Film:

 

Min. 5:04

RadiTV.de - Im Westen ist der Park noch nicht fertiggestellt. Wie finden Sie das?

 

Gilles Vexlard - Das ist nicht gut. Das ist sehr schade, weil die große Promenade nicht feriggestellt ist, mit den leeren Gärten, die nicht fertig sind. Es ist auch schade, wegen der großen Vision. Es ist auch deshalb nicht gut, weil die westlichen Wohnquartiere nicht gut eingebunden sind. Der Park soll ja alle Quartiere mit einbinden. Es fehlt dieser Teil, damit man allen Stufen zu einem ganzen Park zusammengefasst hat.


 

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